Tomáš Lindner: Nicht deutsch genug. Der wundersame Fall des Zauberers Mesut Özil

In seiner Reportage erzählt Tomáš Lindner die Geschichte des Fußballers Mesut Özil. Er begibt sich auf die Spuren seiner Kindheit nach Gelsenkirchen, wo Özil als Sohn türkischer Einwanderer in sehr einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist. Ohne moralisches Urteil bemüht sich der Autor zu verstehen, wie Özil zunächst zum Vorzeigebeispiel gelungener Integration wurde und später zum Symbol all dessen, was in der deutschen Integrationsdebatte schiefgelaufen ist.

Özil ist ein Sportler, der eigentlich längst über die Grenzen des Sports hinausgewachsen ist. Er ist zum Spiegel verschiedener gesellschaftlicher Debatten geworden. Mit dieser Geschichte wollte ich auch ein wenig zeigen, dass es wichtig wäre, über dieses Thema etwas ruhiger zu sprechen – ohne so starke moralische Urteile, sondern mit Interesse daran, in welchem Umfeld die Menschen, über die wir sprechen, aufwachsen oder aufgewachsen sind.

Tomáš Lindner

Nicht deutsch genug. Der wundersame Fall des Zauberers Mesut Özil

Lindners Reportage über Aufstieg und Fall einer deutschen Ikone bohrt in die Tiefe. Ihr geht es nicht ums Urteilen, sondern ums Verstehen. So ist ein gründlicher, einfühlsamer Text entstanden, der die Jury absolut überzeugt hat – eine Reportage, die nicht nur Tschechen ein Stück Deutschland erklärt, sondern auch Deutschen, würden sie ihn lesen, etwas über ihr Land. Mehr kann man, denke ich, im Auslandsjournalismus nicht erreichen

Daniel Brössler

Lesen Sie die ganze Laudatio

Schicken Sie den Gewinnerbeitrag in die Welt hinaus!

Hat dieser Beitrag Ihnen gefallen? Dann teilen Sie ihn mit Menschen, die er ebenfalls ansprechen könnte!

Nicht deutsch genug. Der wundersame Fall des Zauberers Mesut Özil

Autor: Tomáš Lindner

Name des Mediums: Respekt

Veröffentlichungsdatum: 6. 5. 2025

Tomáš Lindner

Tomáš Lindner gehört seit 2008 zur Redaktion der Zeitschrift Respekt und beschäftigt sich dort hauptsächlich mit Auslandsthemen. Er schreibt am liebsten über Deutschland, Subsahara-Afrika und die Beziehungen zwischen reichen und armen Ländern. Für seine Arbeit hat er bereits mehrere journalistische Auszeichnungen erhalten.