Die ausführliche Reportage, die Oliver Hach für die Tageszeitung Freie Presse verfasst hat, beschäftigt sich mit den verschwundenen Ortschaften auf der tschechischen Seite des Erzgebirges. Durch seine wiederholten Besuche an diesen verlassenen Orten konnte er immer weitere und tiefere Schichten deutsch-tschechischer Geschichten aufdecken.

Im Großen und Ganzen ist seit einigen Jahren ein zunehmendes Interesse zu beobachten, nicht nur auf deutscher, sondern auch auf tschechischer Seite. Wir sehen es ja schon an einigen Orten, dass es Informationstafeln gibt, dass es Gaststätten gibt, in denen alte Fotos hängen. Und wo es gelingt, ohne irgendwelche Hassgefühle oder komische Gefühle sozusagen an diese Vergangenheit zu erinnern.
Oliver Hach
Das Geheimnis der verschwundenden Dörfer im böhmischen Erzgebirge

Dass sich ein Autor Zeit nimmt, viieeeel Zeit, ist ein Luxus, der sehr selten geworden ist. Kein ‚Fallschirm-Journalismus‘, bei dem man kurz einfliegt, seine Geschichte aufschreibt und sich dann auf den Weg macht zum nächsten Brennpunkt. Was Oliver Hach in seiner Reportage macht, ist ein Beispiel für engagierten Journalismus. Mit seinem Eintauchen in Gegenwart und Vergangenheit des deutsch-tschechischen Grenzlands setzt er den Menschen, die sich für Aussöhnung einsetzen und grenzüberschreitend engagieren, und der ganzen vielgesichtigen Region ein Denkmal.
Kilian Kirchgeßner
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