Bettina Wobst: Nationalparks – Brandherde und Naturparadiese?

Der Film von Bettina Wobst befasst sich mit dem immer dringlicher werdenden Problem des Klimawandels und der Angst, die tief in jedem von uns schlummert: der Angst vor dem Feuer. Im Jahr 2022 brach in der Böhmisch-Sächsischen Schweiz ein großflächiger Waldbrand aus. 1.200 Hektar Wald brannten nieder, drei Dörfer wurden evakuiert und drei Häuser brannten nieder. Das Feuer hat alle, die davon betroffen waren, tief geprägt – und genau diesen Menschen gibt Bettina Raum.

Europa wächst zusammen, auch an so einer Stelle nach und nach, auch durch die Probleme, weil es ja gemeinsame Probleme sind. Mir war wichtig, mit diesem Film zu zeigen, dass alle Seiten versuchen, Lösungen zu finden und ich wünsche mir sehr, dass die Akteure in diesem Konflikt miteinander reden und dass man gemeinsam Lösungen findet, weil das Gebirge ist wunderschön.  Und auch wenn wir natürlich das Thema Feuer haben und Feuergefahr, wünsche ich mir, dass dieser Film eher verbindet als trennt.

Bettina Wobst

Nationalparks – Brandherde und Naturparadiese?

Bettina Wobst zieht unaufgeregt Bilanz, sammelt Fakten und Hintergründe, lässt die Menschen vor Ort zu Wort kommen. Ihr ist eine emphatische Momentaufnahme gelungen, die sich dadurch auszeichnet, dass die Autorin niemanden vorführt und keinen Standpunkt bloßstellt. Nationalparks sind tatsächlich Brandherd und Naturparadies. Ihre Reportage ist relevant, informativ, konstruktiv. Und außerdem: bewegend, unparteiisch, menschlich.

Anne Webert

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Nationalparks – Brandherde und Naturparadiese?

Autor: Bettina Wobst

Name des Mediums: Arte RE:

Veröffentlichungsdatum: 16. 6. 2026

Bettina Wobst

In der DDR aufgewachsen, lernte Bettina Wobst Tschechisch und Russisch und entdeckte ihr Interesse an Osteuropa. Die Filmemacherin studierte Geschichte und Philosophie. Seit über 20 Jahren arbeitet sie für ARTE, ARD und ZDF, heute auch als Produzentin. Ihre Filme erzählen von Politik, Geschichte, Bergabenteuern und Menschen an Wendepunkten ihres Lebens. Sie erhielt den Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis, den 2. Preis in Graz (Alpine Dokumentation) und den Silbernen Delphin in Cannes. Ihr Anliegen: Grenzen überwinden und Menschen verbinden – gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung.