Lenka Ovčáčková: Světlo pro budoucnost / Das Licht für die Zukunft

Im Dokumentarfilm von Lenka Ovčáčková lassen drei 90-jährige Zeitzeuginnen, die aus tschechischen deutschsprachigen Familien stammen und den Zweiten Weltkrieg in Böhmen und Mähren erlebt haben, ihre Kindheits- und Jugenderinnerungen lebendig werden. Heute engagieren sich alle drei für den grenzüberschreitenden Dialog.

Ich möchte vor allem zu einem offenen Dialog beitragen. In den letzten 20 Jahren hat sich in den deutsch-tschechischen Beziehungen wirklich viel getan. Dieses Thema ist irgendwie selbstverständlich geworden. Es gibt viele Aktivitäten, die ganz natürlich funktionieren. Andererseits sind wir noch nicht an dem Punkt, wo alles gelöst wäre. Die Frage der Vertreibung oder der Kriegsereignisse wird immer noch aufgearbeitet. Es ist nach wie vor sehr wichtig, darüber zu sprechen. Damit möglichst viele Menschen dies als selbstverständlich empfinden. 

Lenka Ovčáčková

Světlo pro budoucnost / Das Licht für die Zukunft

Lenka Ovčáčkovás Film vermittelt somit nicht nur Informationen, die über den Rahmen üblicher Berichterstattung oder üblicher Erinnerungsprojekte hinausgehen, sondern auch bisher ungehörte Zeugnisse von Menschen – Frauen –, die einst ‚nirgendwohin gehörten‘, um heute zu ‚Brückenbauerinnen‘ zwischen unseren Völkern zu werden.

Veronika Kupková

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Světlo pro budoucnost / Das Licht für die Zukunft

Autor: Lenka Ovčáčková

Name des Mediums: YouTube

Veröffentlichungsdatum: 8. 3. 2024

Lenka Ovčáčková

Lenka Ovčáčková ist seit 2006 als unabhängige Dokumentarfilmerin tätig. Ihr Fokus liegt auf der Pluralität der Lebenserfahrungen früherer und heutiger Bewohner von Grenzregionen, insbesondere im deutsch-tschechisch-österreichischen Kontext. Ihr Ziel ist es, alle Aspekte des Erinnerns und Wahrnehmens auf tiefgründige, ganzheitliche und offene Weise zu thematisieren. Durch diese Reflexionen möchte sie einen harmonischen und versöhnlichen Weg in die Zukunft aufzeigen. Sie studierte Germanistik und Umweltwissenschaften und absolvierte ein Doktoratsstudium am Lehrstuhl für Philosophie und Geschichte der Naturwissenschaften an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität. Seit 2016 ist sie dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig und beschäftigt sich aus historischer Perspektive mit interdisziplinären Fragen insbesondere an der Schnittstelle von Philosophie, Religionswissenschaft und Naturwissenschaften, mit besonderem Schwerpunkt auf tschechisch-deutsche und tschechisch-österreichische Themen. Das Ziel ihrer filmischen und akademischen Arbeit ist es, vielschichtige, holistische, interdisziplinäre und grenzüberschreitende Perspektiven transnationaler Gemeinsamkeit zu dokumentieren, zu entwickeln und zu fördern.