Im Dokumentarfilm von Lenka Ovčáčková lassen drei 90-jährige Zeitzeuginnen, die aus tschechischen deutschsprachigen Familien stammen und den Zweiten Weltkrieg in Böhmen und Mähren erlebt haben, ihre Kindheits- und Jugenderinnerungen lebendig werden. Heute engagieren sich alle drei für den grenzüberschreitenden Dialog.

Ich möchte vor allem zu einem offenen Dialog beitragen. In den letzten 20 Jahren hat sich in den deutsch-tschechischen Beziehungen wirklich viel getan. Dieses Thema ist irgendwie selbstverständlich geworden. Es gibt viele Aktivitäten, die ganz natürlich funktionieren. Andererseits sind wir noch nicht an dem Punkt, wo alles gelöst wäre. Die Frage der Vertreibung oder der Kriegsereignisse wird immer noch aufgearbeitet. Es ist nach wie vor sehr wichtig, darüber zu sprechen. Damit möglichst viele Menschen dies als selbstverständlich empfinden.
Lenka Ovčáčková
Světlo pro budoucnost / Das Licht für die Zukunft

Lenka Ovčáčkovás Film vermittelt somit nicht nur Informationen, die über den Rahmen üblicher Berichterstattung oder üblicher Erinnerungsprojekte hinausgehen, sondern auch bisher ungehörte Zeugnisse von Menschen – Frauen –, die einst ‚nirgendwohin gehörten‘, um heute zu ‚Brückenbauerinnen‘ zwischen unseren Völkern zu werden.
Veronika Kupková
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