Schon über 30 Jahre beschäftigt sich Luboš Palata als Journalist mit dem Verhältnis seines Landes zu dessen Nachbarn. Ausgangspunkt für seinen Kommentar ist der Sudetendeutsche Tag, doch die Gedanken des Autors führen weit darüber hinaus – zu einer ehrlichen, manchmal unbequemen Reflexion über die tschechischen Beziehungen zu West und Ost.

Diesem Artikel liegt meine persönliche Erfahrung zugrunde: Am Beispiel des Sudetendeutschen Tags wollte ich beschreiben, wie sich unsere ehemaligen Landsleute verändert haben, wie wir uns ihnen gegenüber verändert haben. Und was in den deutsch-tschechischen Beziehungen gelungen ist. Es ist eine enorme positive Veränderung: Deutsche und Tschechen sind in den letzten 30 Jahren wirklich Partner geworden und betrachten sich gegenseitig als Freunde.
Luboš Palata
Die Tschechen zwischen unseren Deutschen und unseren Slowaken

Luboš Palata schreibt für eine Reihe tschechischer wie auch mitteleuropäischer Zeitungen, seit den 90er Jahren arbeitete er auch mit Radio Free Europe zusammen und ist unter anderem mein Kollege beim Tschechischen Rundfunk. Und ich kann bezeugen, dass er sich bis heute konsequent, ja hartnäckig bemüht, bis zum Kern unserer nationalismusgetränkten mitteleuropäischen Vorhölle vorzudringen.
Lída Rakušanová
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