Die Gewinner des Deutsch-tschechischen Journalistenpreises 2019

 

Kategorie Text:

Oliver Hach
Oliver Hach, Jahrgang 1972, wuchs in Freiberg auf, wo er noch heute lebt. Er studierte Slavistik, Kommunikationswissenschaft und Politikwissenschaft. Heute ist er Redakteur bei der Freien Presse in Chemnitz und stellvertretender Leiter des Ressorts Recherche. Schwerpunktmäßig befasst er sich mit politischen und gesellschaftlichen Themen zum Land Sachsen, insbesondere zum Erzgebirge. Außerdem blickt er immer wieder nach Tschechien und lässt sich auf beiden Seiten der Grenze für seine Texte inspirieren.
 
 

 

Adéla Tallisová Dražanová
Adéla Tallisová Dražanová, geboren 1981, ist Auslandsreporterin und arbeitet seit 2014 für die Zeitschrift Reportér. Hauptsächlich beschäftigt sie sich mit aktuellen Themen postkommunistischer Länder, scheibt darüber hinaus Reportagen aus den USA, Großbritannien oder dem Nahen Osten. Am liebsten dokumentiert sie historische Ereignisse anhand der Schicksale alltäglicher Menschenleben.
 
Jak to prasklo v Lipsku Übersetzung
Reportér magazín, 15.10.2018
 

 

Kategorie Audio:

Jacqueline Hene
Jacqueline Hene hat ihre ersten Erfahrungen als Radiomoderatorin und -redakteurin bei Energy Sachsen gesammelt. Später moderierte sie die wöchentliche Sendung von RFI/ BBC Sachsen, die aus Leipzig kam. Seit 2004 ist sie freie Mitarbeiterin des MDR, zunächst arbeitete sie bei MDR Info, seit 2012 im Regionalstudio Chemnitz.
 
Versunkene Stadt
MDR Sachsen, 16.7.2018
 

 

Studio 39
Petr Dudek, Jan Pokorný, Petr Pospíšil, Ondřej Suchan, Martin Veselovský
Das Projekt Studio 39 war eine siebenstündige, einzigartige Verknüpfung von lebendiger Live-Rekonstruktion „Minute für Minute“ mit zeitgenössischen Einspielungen sowie Gesprächen mit Zeitzeugen und Historikern. Gesendet wurde live aus der Eingangshalle des Prager Hauptbahnhofs.

Jan Pokorný ist langjähriger Moderator der Magazinwelle Radiožurnál im Tschechischen Rundfunk und zugleich deren Nachrichtenchef. Petr Dudek ist langjähriger Redakteur der Kommentarsendungen des Tschechischen Rundfunks und weiterer Medien (BBC u.a.). Petr Pospíšil arbeitet als Haupt-Redakteur der Magazinwelle Radiožurnál im Tschechischen Rundfunk, zudem ist er für Sonderprojekte des Senders verantwortlich. Ondřej Suchan ist Chefredakteur der Magazinwelle Radiožurnál im Tschechischen Rundfunk, zuvor schrieb er für die Print-Medien Týden und Lidové noviny. Martin Veselovský ist als Moderator tätig und war Mitbegründer des populären Online-Projekts DVTV. Im Tschechischen Fernsehen und Tschechischen Rundfunk war er spezialisiert auf politische Interviews.
 
Studio 39 (první hodina) Übersetzung
Český rozhlas (Radiožurnál), 15.3.2019
 

 

Kategorie Multimedia:

Dennis Wagner
Dennis Wagner, 1970 in Berlin geboren, arbeitet seit 1990 freischaffend als Journalist, Dokumentar-Filmer und Regisseur für das deutsche öffentlich-rechtliche Fernsehen. Bis 2005 war er zudem Modefotograf. Von 1998 bis 2002 studierte er an der Berliner Universität der Künste. Grenzübergreifend ist er mit soziokulturellen Themen befasst.
 
 

 

Jiří Fiedor
Jiří Fiedor ist Dokumentarfilmer und Verleger. In den 1980er Jahren war er im Kreis Ostrava im Untergrund aktiv, hat inoffizielle Musikfestivals organisiert und Zeitschriften im Samisdat herausgegeben. Er ist Unterzeichner der Charta 77. Von 1990 bis 92 war er Abgeordneter des Bürgerforums, danach arbeitete er als Journalist für verschiedene Zeitungen und als Dokumentarfilmer für das Tschechische Fernsehen. 2006 gründete er den Verlag Pulchra.
 
Česko-německé století
Česká televize (ČT2), erster Teil ausgestrahlt am 6.11.2018
 

 

Sonderpreis Milena Jesenská:

Kirill Ščeblykin
Kirill Ščeblykin ist Auslandsredakteur der Zeitung Deník N mit dem Fokus auf Westeuropa und die USA. Zuvor arbeitete er als Chefredakteur für The Student Times. 2016 wurde er für sein Gespräch mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš vom Open Society Fund mit dem Journalistenpreis in der Kategorie „bestes Interview“ ausgezeichnet.
 
Příkopy, které se táhnou dodnes Übersetzung
DeníkN, 24.10.2018
 

 

Sonderauszeichnung für langjährige, herausragende journalistische Tätigkeit:

Alena Wagnerová
Alena Wagnerová ist deutsch-tschechische Schriftstellerin, Publizistin und Oral Historikerin. Seit 1969 lebt und arbeitet sie in Saarbrücken und in Prag. In ihren Arbeiten befasst sie sich hauptsächlich mit der Kultur und Geschichte Mitteleuropas und den deutsch-tschechischen Beziehungen. Systematisch widmet sie sich seit vielen Jahren dem Schicksal der Sudetendeutschen und publizierte drei historische Bücher. In den Jahren 2003-07 leitete sie den oral-historischen Teil der Dokumentation der tschechischen Regierung, der den Schicksalen der deutschen NS-Gegner unter den Sudeten gewidmet ist.